Konferenz „Ökumenisch sensibler RU im Horizont der Orthodoxie“, Würzburg 20.-22.09.21

Aus dem Flyer zur Tagung:

„Das Verständigungs-projekt einer ökumenischen Religionsdidaktik zielt darauf, im interkonfessionellen Dialog gemeinsam verantwortete Perspektiven für ein differenzsensibles Grundverständnis über die christliche Mitverantwortung von Bildung und Erziehung zu suchen und didaktisch zu konkretisieren.

In dieser Konferenz steht die in Deutschland lange Zeit vernachlässigte Perspektive des orthodoxen Christentums besonders im Fokus. Einerseits sollen konzeptionelle und strukturelle Schritte in Richtung einer trikonfessionellen Ausweitung des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts angedacht und diskutiert werden. Andererseits richtet sich der Blick auf die stetig wachsende Zahl orthodoxer Schüler:innen, die am evangelischen und katholischen Religionsunterricht teilnehmen. Sie haben das Recht auf eine konfessionssensible religiöse Bildung, die orthodoxen Sichtweisen konstruktiv und kompetent Rechnung trägt.

Vor diesem Hintergrund müssen zentrale Lernbereiche und Reflexionsbestände der Religionsdidaktik neu im Horizont der Orthodoxie erschlossen werden. Dazu bedarf es der Expertise aus Ländern wie Griechenland oder Österreich, in denen der orthodoxe Religionsunterricht breitflächiger etabliert ist als in Deutschland. Durch diese dialogischen Klärungs- und Innovationsprozesse soll der wissenschaftliche Austausch zwischen evangelischer, katholischer und orthodoxer Religionspädagogik intensiviert werden.“